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Blau, grün, gelb, rot oder doch bunt gemischt - welche Farbe steckt in mir?


Die Antwort auf diese Frage haben einige aus unserem Team selbst herausfinden können. Wir durften das limbische Kommunikationsmodell kennenlernen und mehr über die Programmiersprachen des Menschen erfahren. Ziel des Ganzen: eine effektive Kommunikation mit der ich mein Gegenüber entsprechend seiner Farbe erreiche, den richtigen Nerv treffe und damit überzeugen kann. Egal ob bei der Zusammenarbeit mit den Fachbereichen oder der Kommunikation hin zum Top-Management. Jede der Farben rot, gelb, grün und blau vertritt einen speziellen Code und steht hier für Eigenschaften und Erwartungen einer Person.

Welche Sprache spreche ich?


Nach einer Vorstellungsrunde der etwas anderen Art und dem Einstieg in die menschliche Programmiersprache durch unsere Trainerin Anita, haben wir bereits alle ein Gefühl dafür bekommen, was es mit den vier Farben auf sich hat. Die Frage ist: Mit welchem Farbcode kommuniziere ich eigentlich selbst, was spricht mich an, wo liegen meine Kompetenzen?

Eine riesige Auswahl an Karten mit Adjektiven und entsprechend in einer der vier Farben war die Grundlage, um das herauszufinden.

Am Ende hatte jeder einzelne die fünf Karten, die seiner Meinung nach am meisten auf ihn zutreffen und seine Persönlichkeit widerspiegeln.

Die Farben der ausgewählten Karten haben uns einen ersten Hinweis gegeben, welche der vier Programmiersprachen in uns dominiert – interessant ist, dass auch alle der vier Farben bei einer Person vertreten sein können und diese situationsabhängig auch zum Vorschein kommen.

Das Vier-Quadranten-Modell des Gehirns von Ned Herrmann bilden die vier menschlichen Codes ab:

Logischer Code

  • Finanzen, Business, Zeitmanagement
  • Reaktionsschnell, exakt, professionell
  • 100% free, gut investiert, durchdacht

Experimenteller Code

  • Innovation, Inspiration, Design
  • Künstlerisch, grenzüberschreitend
  • Begeisternd, flexibel, kreativ, bahnbrechend

Strukturierter  Code

  • To-Do Apps, Orga-Systeme, Kontrolle
  • Reibungsloser Workflow, Standardwerkzeug
  • Zuverlässig, praktisch, bewährt, erprobt

Gefühlvoller Code

  • Ernährung, Familie,Soziale Netzwerke
  • Community, glückliche Anwender, Wir-Gefühl
  • Schön, harmonisch, konfortabel, persönlich

Speak Limbic!


„Das Konzept von „Speak Limbic“ basiert auf der Erkenntnis, dass sich alle Menschen auf vier Denkstil-Codierungen wirkungsvoll überzeugen lassen.“

Aus der Verbindung des Vier-Quadranten-Modells mit Erkenntnissens aus dem Neuromarketing hat Anita Hermann-Ruess vier verschiedene Typen von Denkstilen entwickelt, wie man das Präsentieren wirkungsvoller und zielgerichteter gestalten kann.

Ziel ist es ein Verständnis für die verschiedenen Denkstile zu bekommen und diese dann, ausgereichtet auf mein Gegenüber, in meiner Präsentation zu berücksichtigen. Und nicht nur die richtigen Argumente, auch Aspekte wie der richtige Einstieg in die Präsentation, Visualisierung oder auch die Körpersprache können ausschlaggebend sein, um den Kunden von meinem Vorhaben letztlich zu überzeugen.

Wer fragt, führt.


Ideal ist es, wenn man vorab weiß, welchen Code der Kunde in sich trägt. Auch wenn dies nicht der Fall ist, kann, wer aufmerksam ist und genau hinhört, anhand von Aussagen erkennen, welche “Farbe” gerade aus einer Person spricht. Nach längerer Beobachtung und mit den richtig gestellten Werte-Fragen kann man schneller feststellen, welche Farbe beim (Neu-)Kunden, dem Partner oder dem Teamleiter/Geschäftsführer ausschlaggebend ist.

Heißt, gut zuhören, beobachten und die richtigen Fragen stellen.

Mit dem limbischen Canvas überzeugen


Canvas heißt übersetzt „Leinwand“. Mit dem Analysetool LKM Canvas lassen sich komplexe Inhalte schnell und systematisch auf den Punkt bringen. Mit den richtigen Fragestellungen können damit konkrete Informationen und Überzeugungen erörtert und die Umsetzung eines Projekts für alle involvierte KollegInnen transparent gemacht werden.

Ergänzend dazu, hat uns Anita im Anschluss noch ein wertvolles Analysetool mit an die Hand gegeben: das LKM Canvas. In kleinen Gruppen könnten wir das Tool auch gleich selbst verwenden und kennenlernen – das Ergebnis war mehr als beeindruckend.

Der erste, sehr wichtige Step ist es das Ziel des Projekts und auch die Zielgruppe vorab ganz konkret zu benennen – darauf bauen die nächsten Schritte auf.

Jeder Persönlichkeitstyp (Farbe) stellt sich unbewusst andere, implizite Fragen, welche bei der Beantwortung auch separat beim Befüllen der “Leinwand” berücksichtigt werden sollen.

Das Ergebnis ist eine sehr detaillierte Projektübersicht mit allen relevanten Schritten, die es zum Erreichen des Ziels zu berücksichtigen gilt.

We cracked the code 


Der Limbic-Workshop hat uns allen einen besonderen Mehrwert geliefert. Das Gelernte kann einfach und sofort eingesetzt werden und eine große Stütze bei der Kommunikation mit unseren Mitmenschen sein – egal ob geschäftlich oder privat.  

 

An dieser Stelle ein Dankeschön an unsere Trainerin Anita Hermann-Ruess, für diesen tollen und aufschlussreichen Tag. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht mehr über die KollegInnen aber auch über uns selbst zu erfahren.