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Microsoft Stream ist die aktuelle Videoplattform in Office 365, diese steht seit Juni 2017 weltweit für Unternehmenskunden zur Verfügung. Diese Technologie wird von Microsoft weiterentwickelt, im Gegensatz zu Office 365 Video, das mittelfristig deaktiviert wird. Dieser Artikel enthält einige Hinweise zur Technik und Anwendung von Microsoft Stream, geschrieben von unserem Senior Consultant Bernhard Straub.

Microsoft Stream - Kurzüberblick


Lizenzierung


Microsoft Stream kann über die Office 365 Administration bzw. per PowerShell pro User aktiviert/deaktiviert werden. Die Lizenz ist grundsätzlich mit der Lizenz Office 365 Enterprise E3 enthalten und muss nicht separat gekauft werden. Allerdings gibt es unterschiedliche Funktionalitäten, je nach Lizenz (s.u.).

Funktionsumfang


Grundsätzlich bietet Microsoft Stream die Möglichkeit, Videos hochzuladen, zu teilen, zu taggen und anzuschauen. Je nach Lizenz gibt es ggf. noch einen erweiterten Funktionsumfang:

Kapazität


Pro Mandant (Tenant) stehen 500 GB für Videos zur Verfügung, zusätzlich 500 MB je User.

Standardfunktionen in E3-Lizenz (Auszug)


• Portalfunktion
• Videos hochladen/teilen
• Likes/Kommentare zu Videos
• Erstellen von Kanälen
• Unterstützung Hashtags
• Verwalten von Videoberechtigungen

Zusätzliche Funktionen (E5-Lizenz oder Microsoft Stream Add-On für Office 365)


• Automatisch generierte Transkription durchsuchen
• Videointerne Gesichtserkennung
• Zeitachsenansicht der Stellen, an denen Gesichter auftauchen
Eine vollständige Übersicht zu den Funktionen gibt es hier.

Ablösung Office 365 Video


Bis Ende 2017 besteht die Möglichkeit, per Opt-In die bestehenden Videos nach Stream zu überführen. Danach wird das automatisch erledigt, es sei denn für den Tenant wurde dies per Opt-Out deaktiviert. Schließlich werden in einer dritten Phase alle Tenants nach Microsoft Stream überführt.

Datenspeicherung


Für Unternehmen spielt eine Rolle, wo die Videos in der Cloud gespeichert werden. Microsoft gibt an, dass aktuell Daten in USA, Europa und Asia/Pacific gespeichert sind und diese automatisch der nächstgelegenen geografischen Region zugeordnet werden. Demzufolge wäre das für Tenants in Deutschland das Data Center in Europa. Weitere Speicherorte (u.a. auch für Deutschland) sollen hinzukommen.

Anwendungsbeispiele


Beim Öffnen von Microsoft Stream wird die Portalseite angezeigt. Es stehen einige Tutorials zur Verfügung, die weggeklickt werden können.

Beim Bearbeiten der Video-Eigenschaften gibt es einige Optionen:

• Name und Beschreibung können definiert werden
• Mit der Videosprache können ggf. automatisch Untertitel erzeugt werden (aktuell nur Englisch/Spanisch, das dürfte in Zukunft noch erweitert werden)
• Stream schlägt automatisch einige Vorschauminiaturen z.B. für die Portal-Übersichtsseite vor. Alternativ dazu kann eine eigene Grafik hochgeladen werden.
• Berechtigungen können zugewiesen werden
&nbsp ○ Es können (Office 365-)Gruppenberechtigungen verwendet werden
&nbsp ○ Die Berechtigungen eines Kanals können auf das Video angewendet werden
&nbsp ○ Einzelne User können berechtigt werden
• Soweit der Plan erlaubt, können automatisch Personen auf der Zeitachse angezeigt werden
• Kommentare können erlaubt/deaktiviert sein
• Weiterhin ist eine Freigabe über Yammer/Einbetten/E-Mail möglich
• Kanäle können mehrere Videos bündeln

Verknüpfung mit Gruppen


Des Weiteren kann Microsoft Stream mit Groups verknüpft werden. Da diese Groups weitere Elemente beinhalten (Mail-Adresse, SharePoint Teamsite, OneDrive, …) sollte im Unternehmen an dieser Stelle vorab generell der Einsatz von Groups und die Verknüpfung mit Microsoft Stream geklärt werden.

Roll-Out


Außerdem sollten für den Einsatz im Unternehmen mindestens folgende Punkte geklärt sein:
• Einsatz von Gruppen generell und im Zusammenhang mit Microsoft Stream
• Roll-Out (alle User, Schritt-für-Schritt, ausgesuchte User…)
• Kommunikation
• Regeln für die Videos, Anlegen von Kanälen etc.
• Training Support/Helpdesk